Photoshop für Anfänger – Ein praktischer Leitfaden

Photoshop für Anfänger – Ein praktischer Leitfaden

Wenn du Photoshop zum ersten Mal öffnest, kann es dir leicht passieren, dass du ein paar Minuten lang herumklickst, nur um dann zum Hörer zu greifen, um den freiberuflichen Designer deines Vertrauens anzurufen. Denn Photoshop ist eine Anwendung von enormer Komplexität, und wirkt gerade für Neulinge oft erst einmal abschreckend. Aber keine Sorge, damit bist du nicht allein.

Die Design-Software ist unglaublich leistungsstark und hat unzählige Funktionen und Werkzeuge, die mitunter überwältigend sein können. Aber Photoshop ist nicht nur etwas für Profis.

Mit ein bisschen Hilfe kannst du dir das Programm selbst beibringen und schöne, ansprechende Grafiken erstellen. Dafür brauchst du lediglich eine entsprechende Einführung in die grundlegenden Elemente.

Zu diesem Zweck haben wir für den Anfang zwölf der nützlichsten Werkzeuge in Photoshop ausgewählt und erläutern dir, was du mit den Werkzeugen erreichen kannst, wo du sie findest und wie du sie verwendest. Außerdem geben wir einige Tipps darüber, wie du die Tools optimal einsetzst. Darüber hinaus weisen wir auf einige weiterführende Ressourcen hin, mit denen du mehr über die einzelnen Werkzeuge erfahren kannst.

Photoshop-Leitfaden für Anfänger 

  1. Das Ebenen-Werkzeug
  2. Das Farb- und Farbfelder-Werkzeug
  3. Benutzerdefinierte Schriftarten und das Text-Werkzeug
  4. Benutzerdefinierte Pinsel und das Pinsel-Werkzeug
  5. Das Auswahl-Werkzeug
  6. Das Verschieben-Werkzeug
  7. Das Zoom-Werkzeug
  8. Das Radiergummi-Werkzeug
  9. Das Freistellungswerkzeug
  10. Das Füllwerkzeug
  11. Das Pipette-Werkzeug
  12. Fülloptionen

1. Das Ebenen-Werkzeug

Wozu das Werkzeug dient: Ebenen können für Bilder, Text, Pinselstriche, Hintergrundfarben, Muster und Filter und vieles mehr verwendet werden.

Man kann sich Ebenen wie Glasscheiben vorstellen, die übereinander gestapelt werden und zusammen das Endprodukt (sprich: ein Bild) bilden. Jede Ebene kann individuell bearbeitet werden, ohne dass das Projekt als Ganzes von Änderungen betroffen ist. Damit können Sie eine Menge Zeit sparen, wenn sie einzelne Elemente Ihrer Grafik bearbeiten wollen.

Ebenen in Photoshop exemplarisch dargestellt

Quelle: StackExchange

Ebenen sind mit Abstand das wichtigste Element in Photoshop und oft auch einer der Gründe, warum so viele Nutzer an Photoshop verzweifeln. Sobald du aber einmal verstanden hast, wie die Ebenen funktionieren, wird alles leichter.

Wo das Werkzeug zu finden ist: Das Ebenen-Werkzeug hat sein eigenes Modul, das sich standardmäßig unten rechts in der Ecke der Photoshop-Benutzeroberfläche befindet. Du kannst aber auch über die Menüleiste oben darauf zugreifen, indem du auf „Ebenen“ klickst.

HubSpot-Photoshop-02-Ebenen

Bonus-Tipp: Gib deinen Ebenen immer einen Namen. Indem du Ihre Ebenen gut organisieren, minimieren Sie Ihre Verwirrung – insbesondere wenn Sie an einem Projekt mit einer großen Anzahl an Ebenen arbeiten oder wenn mehrere Nutzer an einem Projekt arbeiten.

Um eine Ebene zu erstellen oder zu löschen:

Wähle aus der oberen Menüleiste „Ebene“ > „Neu“ > „Ebene…“

Um eine Ebene auszuwählen:

Die ausgewählte Ebene ist graublau markiert. Um ein spezifisches Element Ihres Bilds zu bearbeiten, musst du die entsprechende Ebene auswählen, auf der sich das Element befindet.

Neben jeder Ebene siehst du ebenfalls ein Augensymbol: Wenn du auf dieses Symbol klickst, kannst du die Sichtbarkeit der entsprechenden Ebene bei der Bearbeitung kontrollieren. Nur wenn das Augensymbol angezeigt wird, wird auch die entsprechende Ebene angezeigt.

Um eine Ebene zu duplizieren:

Wähle zuerst eine Ebene oder Gruppe im Ebenen-Modul aus. Ziehe die Ebene oder Gruppe dann per Drag-and-Drop auf die Schaltfläche „Neue Ebene erstellen“ oder klicke mit der rechten Maustaste auf die Ebene, um „Ebene duplizieren…“ oder „Gruppe duplizieren…“ auszuwählen. Gib der duplizierten Ebene oder Gruppe einen Namen und klicken Sie auf „OK“.

Bonus-Tipp: Mit Ebenen bieten sich vielfältige Möglichkeiten, unter anderem die Erstellung animierter GIFs.

Um mehr über Ebenen in Photoshop zu erfahren, wie man sie hinzufügt, löscht und dupliziert, werfe einen Blick auf diese Video-Anleitung (auf Englisch).

2. Das Farben- und Farbfelder-Werkzeug

Wozu das Werkzeug dient: Mit dem Farben-und Farbfelder-Werkzeug können Sie benutzerdefinierte Farben für Ihre Bilder verwenden, verwalten, bearbeiten, kopieren und speichern. Das klingt jetzt erst einmal selbsterklärend, doch dieses Werkzeug bietet leistungsstarke Funktionen, mit denen du visuelle Content-Elemente gestalten und Ihre Farbschemata vereinheitlichen kannst.

Wo das Werkzeug zu finden ist: Standardmäßig wird das Modul für die Farben oben rechts auf der Photoshop-Benutzeroberfläche angezeigt.

HubSpot-Photoshop-03-Farbpalette

Du findest das Farb-Werkzeug auch unten links in der Werkzeugleiste. Das Symbol zeigt zwei sich überschneidende Farbkästchen:

HubSpot-Photoshop-04-Aktive-Farben

Um deine eigene benutzerdefinierte Farbe auszuwählen:

Öffne den Farbwähler, indem du im Farb-Modul oder dem Menü links auf das obere der Kästchen doppelkickst.

Dort wird dir ein vertikales Farbspektrum mit einem Schieberegler angezeigt, den du verschieben kannst, um deine eigene benutzerdefinierte Farbe auszuwählen. Wenn du bereits eine spezifische Farbe nutzt, von der du den Hexadezimal-Code (z. B. #1fb1ee) kennst, kannst du diesen in das entsprechende Kästchen eingeben, um die gewünschte Farbe auszuwählen. Du kannst die Farbe auch anhand von RGB-oder CMYK-Werten auswählen.

HubSpot-Photoshop-05-Farbauswahl

Du kannst sämtliche Farben, die du nutzen möchtest, zu den „Farbfeldern“ hinzufügen, wenn du auf „Zu Farbfeldern hinzufügen“ klickst.

Bonus-Tipp: Speichere deine Lieblingsfarben als „Farbfelder“, damit du jederzeit darauf Zugriff hast und verwenden kannst, wenn du visuelle Materialen erstellst.

3. Benutzerdefinierte Schriftarten und das Text-Werkzeug

Wozu das Werkzeug dient: Mit dem Textwerkzeug können Sie benutzerdefinierte Schriftarten zu deiner Datenbank hinzufügen. Darüber hinaus erhälst du Zugriff auf erweiterte Schriftart-Einstellungen, mit denen du Textstile bearbeiten kannst.

Wo das Werkzeug zu finden ist: Links unten in der Werkzeugleiste.

HubSpot-Photoshop-06-Textwerkzeug

Sobald du auf das Symbol für das Text-Werkzeug klickst, öffnet sich ein Fenster mit allen Einstellungen und Schriftartoptionen am oberen Ende deines Bildschirms. Mit diesen Einstellungen kannst du Schriftart, Schriftgröße, Zeichenabstand, Höhe, Breite, Farbe und Stil auswählen. Denke daran, die entsprechende Ebene auszuwählen, wenn du hier Anpassungen vornehmen möchtest.

HubSpot-Photoshop-07-Textoptionen

So fügst du Text zu deiner Grafik zu:

Das Text-Werkzeug funktioniert wie alle anderen Text-Werkzeuge, die du bereits kennst. Klicke auf das „T“-Symbol auf der linken Seitenleiste und ziehe dann das Textfeld über den Bereich, wo der Text erscheinen soll.

Wenn du ein neues Textelement erstellst, generiert Photoshop automatisch eine neue Ebene dafür. Du kannst Farbe, Größe, Schriftschnitt, Stil der Schriftart und eine Vielzahl weiterer Optionen verändern.

HubSpot-Photoshop-08-Text-bearbeiten

Bonus-Tipp: Photoshop bietet zwar eine große Anzahl an Schriftarten, du kannst aber auch deine eigenen Schriftarten installieren. In diesem englischsprachigen Beitrag erfährst du, wie du deine eigenen Schriftarten in Photoshop installieren kannst.

Um mehr über das Text-Werkzeug in Photoshop zu erfahren, werfe einen Blick auf diese Video-Anleitung (auf Englisch).

4. Benutzerdefinierte Pinsel und das Pinsel-Werkzeug

Wozu das Werkzeug dient: Ähnlich wie bei den Schriftarten kannst du eigene, benutzerdefinierten Pinselformen ergänzen. In den Pinseleinstellungen kannst du die Größe, Form und Transparenz deiner Pinselformen anpassen, um so eine Vielzahl verschiedener visueller Effekte zu erhalten.

Pinseln bieten eine gute Möglichkeit, um in deinen Bildern visuelle Akzente zu setzen, z. B. indem du die Konturen eines Bildes nachziehst. In Photoshop sind bereits eine Reihe an vorgefertigten Pinselformen enthalten, die du verwenden kannst, um deine Grafiken zu verfeinern und ansprechende visuelle Effekte zu erstellen.

Wo das Werkzeug zu finden ist: In der Menüleiste links.

HubSpot-Photoshop-09-Pinselwerkzeug

Sobald du auf das Symbol für das Pinsel-Werkzeug klickst, öffnet sich ein Fenster mit allen Einstellungen und Pinseloptionen am oberen Ende deines Bildschirms. Mit diesen Einstellungen kannst du Pinselgröße, Deckkraft, Fluss usw. verändern. Es sind bereits viele verschiedene Pinselformen vorinstalliert, du kannst jedoch auch Ihre eigenen benutzerdefinierten Pinsel zu Photoshop hinzufügen. (Lizenzfreie Pinsel findest du auf www.brusheezy.com, wenn du dich so richtig kreativ ausleben willst.)

HubSpot-Photoshop-10-Pinsel-Optionen

So verwendetst du das Pinsel-Werkzeug:

Das Pinsel-Werkzeug ist ideal, um Bilder mit Designakzenten zu verschönern. Wenn du das Pinsel-Werkzeug verwendest, solltest du eine neue Ebene anlegen, damit du nicht über bestehende Elemente malst. Du kannst Farben aus deiner Bibliothek an Farbfeldern auswählen oder eine benutzerdefinierte Farbe nutzen.

Durch die Veränderungen der Pinsel-Einstellungen kannst du das Aussehen und den Stil deines Pinsels verändern. Probiere ruhig unterschiedliche, benutzerdefinierte Pinsel aus.

5. Das Auswahl-Werkzeug

Wozu das Werkzeug dient: Bei richtiger Anwendung kannst du mit diesem Werkzeug individuelle Elemente und Grafiken auswählen. Auf diese Weise kannst du bestimmen, welche Inhalte kopiert, ausgeschnitten und in deine Bilder eingefügt werden sollen.

Wo das Werkzeug zu finden ist: In der Menüleiste links.

HubSpot-Photoshop-11-Auswahlwerkzeug

Das Auswahl-Werkzeug ist eines der grundlegendsten Tools in Photoshop, das aber regelmäßig für Frustration sorgt. Die wichtigste Information vorab ist, dass du es nur nutzen kannst, wenn die entsprechende Ebene markiert ist. Wenn du also einen Teil aus Ebene 4 ausschneiden oder kopieren möchtest, muss Ebene 4 im Ebenen-Modul markiert sein. Markierte Bereiche werden durch eine blinkende, gestrichelte Linie dargestellt.

HubSpot-Photoshop-12-beispielauswahl

Wenn du dich von vornherein angewöhnst, darauf zu achten, in welcher Ebene du gerade arbeitest, ist das Auswahl-Werkzeug deutlich einfacher zu benutzen.

Um das Werkzeug zu verwenden, markiere zunächst einen Bereich. Klicke dann mit der rechten Maustaste darauf und wählen die gewünschte Option aus dem Kontextmenü aus. Du kannst beispielsweise Objekte aus einer aktuellen Ebene ausschneiden und daraus eine eigene Ebene machen.

HubSpot-Photoshop-13-Auswahl-Kontextmenu

So wählst du ein Bild aus, um es in deine Grafik einzufügen:

Öffne das Bild, das du in Photoshop verwenden möchtest, und nutze dann das Auswahl-Werkzeug, um zu bestimmen, welche Teile des Bildes du kopieren möchten. Sobald du einen Teil des Bildes markiert hast, kopiere es einfach.

Öffne dann den Reiter deines derzeitigen Projektes und füge das Bild als neue Ebene ein. Markiere die Ebene der Objekte, die du auswählen möchtest. Du kannst mehrere Objekte gleichzeitig verschieben, indem du mehrere Ebenen markierst.

Klicken dann mit der rechten Maustaste auf die Auswahl und wähle aus den angezeigten Optionen, darunter:

A) wähle „Ebene durch Kopieren“, um das Objekt oder die Objekte von dieser Ebene zu kopieren und daraus eine eigene Ebene zu machen.

Bonus-Tipp: Um die gesamte Grafik auszuwählen und alle Ebenen einzuschließen, markiere alle Ebenen und verwende dann das Auswahl-Werkzeug. Wenn du dich dann auf einen Bereich festgelegt hast, den du kopieren möchtest, verwende die Menüleiste oben und klicken auf „Bearbeiten“ > „Auf eine Ebene reduziert kopieren“. So wird die gesamte Grafik kopiert, damit du diese als eigene Ebene einfügen kannst.

B) wähle „Frei transformieren“, um die Größe deiner Auswahl zu ändern, die Auswahl zu rotieren, bewegen und umzukehren. (Im nächsten Abschnitt erfährst du mehr über das Verschieben-Werkzeug, wo du weitere Hilfe zu diesem Thema findest.)

Um mehr über die Auswahl-Werkzeuge in Photoshop zu erfahren, werfe einen Blick auf diese Video-Anleitung (auf Englisch).

6. Das Verschieben-Werkzeug

Wozu das Werkzeug dient: Dieses Werkzeug ermöglicht es dir, individuelle Elemente eines Bildes zu verschieben.

Das Verschieben-Werkzeug kann auf einzelne oder mehrere Ebenen angewendet werden. Dafür musst du lediglich die gewünschten Ebenen markieren. Das Werkzeug ist sehr praktisch, um Bilder, Text oder andere Design-Elemente zu bewegen.

Wo das Werkzeug zu finden ist: In der Menüleiste oben links.

HubSpot-Photoshop-14-Bewegen-Werkzeug

So verwendest du das Verschieben-Werkzeug:

Klicke auf das Verschieben-Symbol in der linken Menüleiste und ziehe die Objekte, die du bewegen möchtest, einfach an die entsprechende Stelle. Um alle Objekte einer Ebene zu bewegen, musst du die Ebene markieren und das Verschieben-Werkzeug verwenden. Wenn du das Objekt mit der rechten Maustaste anklickst, erhälst du weitere Optionen.

Um die Auswahl zu rotieren, bewegen, zu spiegeln oder deren Größe zu ändern:

Mit dem „Frei transformieren“-Werkzeug kannst du beliebige Elemente aus deinen ausgewählten Ebenen rotieren, bewegen, spiegeln oder deren Größe ändern. Verwende die Tastenkombination STRG + T oder Befehlstaste + T (für Macs), um die Funktion „Frei transformieren“ zu öffnen und sehe dir die Optionen an, die am oberen Bildschirmrand erscheinen. Halte die Umschalttaste gedrückt, während du deine Elemente transformierst, um die Proportionen beizubehalten.

HubSpot-Photoshop-15-Text-rotieren

7. Das Zoom-Werkzeug

Wozu das Werkzeug dient: Mit dem Zoom-Werkzeug kannst du – wie der Name schon andeutet – die Ansicht auf bestimmte Teile von Bildern vergrößern oder dir eine bessere Übersicht verschaffen, indem du herauszoomst.

Wo das Werkzeug zu finden ist: Wähle in der Menüleiste oben „Ansicht“ > „Einzoomen“ oder „Ansicht“ > „Auszoomen“. Alternativ findest du in der Werkzeugleiste links ein Lupensymbol, über das du das Werkzeug aufrufen kannst.

HubSpot-Photoshop-16-Zoom-Werkzeug

So verwendest du das Zoom-Werkzeug:

Wähle entweder wie oben beschrieben den Zoom aus dem Menü „Ansicht“. Oder nutze auf dem PC die Tastenkombination ALT und die Plus-Taste um hineinzuzoomen oder die Minus-Taste, um herauszuzoomen. Alternativ kannst du auch dein Mausrad bei gedrückter ALT-Taste verwenden. Auf dem Mac verwende dafür die Befehlstaste und die Plus-/Minus-Tasten.

8. Das Radiergummi-Werkzeug

Wozu das Werkzeug dient: Der Radiergummi funktioniert ähnlich wie das Pinsel-Werkzeug. Du kannst die Größe und Härte der Radiergummispitze verändern, umso eine Vielzahl an Effekten, wie Verwischen oder Verblassen, zu erzielen. Der Hintergrund-Radiergummi verwendet Farbunterschiede, um dir dabei zu helfen, ungewollte Hintergrundbereiche aus deinen Bildern zu entfernen.

Der Radiergummi ist eines der nützlichsten Werkzeuge in Photoshop.

Wo das Werkzeug zu finden ist: In der Menüleiste links.

HubSpot-Photoshop-17-Radiergummi

So verwendest du den Radiergummi:

Sobald du auf das Symbol für das Radiergummi-Werkzeug klickst, öffnet sich ein Fenster mit allen Einstellungen am oberen Rand der Benutzeroberfläche. Damit kannst du die Größe des Radiergummis, die Härte und andere Aspekte des Tools verändern.

Wie die meisten Werkzeuge in Photoshop funktioniert auch der Radiergummi nur auf der aktuell ausgewählten Ebene. Achte also immer darauf, die entsprechende Ebene auszuwählen, bevor du anfängst, etwas auszuradieren.

HubSpot-Photoshop-18-Radiergummi-Optionen

So verwendest du den Hintergrund-Radiergummi:

Mit diesem Werkzeug kannst du viel Zeit sparen. Damit kannst du Hintergrundfarben aus Bildern ganz einfach löschen. Das ist besonders hilfreich, wenn du Elemente freistellen willst, also einen transparenten Hintergrund benötigst. 

Um den Hintergrund-Radiergummi zu verwenden, klicke auf das Radiergummi-Symbol und halte es so lange fest, bis ein Menü erscheint. Wähle dann das „Hintergrund-Radiergummi-Werkzeug“.

HubSpot-Photoshop-19-Radiergummi-Werkzeuge

Passe die Größe des Hintergrund-Radiergummi an und klicke dann einfach auf die Farbe, die du gerne aus der ausgewählten Ebene entfernen möchtest. Achte dabei darauf, die richtige Ebene zu markieren.

HubSpot-Photoshop-20-Radiergummi-in-Aktion

Bonus-Tipp: Beim Hintergrund-Radiergummi kannst du ruhig eine große Radiergummispitze verwenden. Da dieser Radiergummi nur bestimmte Farben aus deinem Bild entfernt, werden Farben, die nicht ausgewählt sind, auch nicht gelöscht.

9. Das Freistellungswerkzeug

Wozu das Werkzeug dient: Mit dem Freistellungswerkzeug kannst du Bilder zuschneiden. Du hast sicherlich schon ähnliche Werkzeuge in anderen Programmen verwendet. Du wählst dabei einfach einen Bereich aus und schneidest ihn zu.

Das Werkzeug ist sehr praktisch, wenn du deine Grafik vervollständigt hast und nun eventuelle weiße Kanten entfernen möchten.

Wo das Werkzeug zu finden ist: In der Menüleiste links.

HubSpot-Photoshop-21-Freistellungswerkzeug

So verwenden Sie das Freistellungswerkzeug:

Wähle das Symbol aus dem seitlichen Menü – wie im Screenshot gezeigt – und ziehe das Kästchen über den Bereich, den du zuschneiden möchtest. Um den Zuschneidebereich noch einmal zu verändern, klicke einfach auf die kleinen Kästchen in den Ecken oder an den Seiten und ziehe diese in die Form, die du benötigst.

HubSpot-Photoshop-22-Freistellungswerkzeug-in-Aktion

Bonus-Tipp: Du kannst deine Arbeitsoberfläche größer machen, als sie tatsächlich sein muss. So hast du mehr Platz, um deine Designs hin- und her zubewegen. Anschließend kannst du die Grafik dann zuschneiden.

Weitere Tricks zum Zuschneiden von Bildern – zum Beispiel ein Bild mit dem Freistellung-Werkzeug rotieren – findest du in diesem englischsprachigen Artikel von der Digital Photography School.

10. Füllwerkzeug

Wozu das Werkzeug dient: Wie der Name schon sagt, dient das Füllwerkzeug dazu, bestimmte Bereiche mit einer von dir ausgewählten Farbe, einem Muster oder einem Farbverlauf zu füllen. Es eignet sich hervorragend für einfarbige Hintergründe oder große Bereiche, die farblich einheitlich gehalten werden bzw. ein einheitliches Muster aufweisen sollen.

Wo das Werkzeug zu finden ist: Du findest das Werkzeug in der linken Seitenleiste. Wenn du den Mauszeiger bei gedrückter Maustaste über dem Symbol hälst, kannst du zwischen weiteren Optionen auswählen, wie etwa dem Verlaufswerkzeug.

HubSpot-Photoshop-23-Fuellwerkzeug

Um einen Bereich mit einer Farbe oder einem Muster zu füllen:

Wenn du das Füllwerkzeug ausgewählt hast, kannst du über die Optionen am oberen Rand der Benutzeroberfläche wählen, ob du eine Farbfüllung oder eine Musterfüllung vornehmen möchtest:

HubSpot-Photoshop-24-Fuellwerkzeug-Optionen

Wie die anderen Werkzeuge auch, wird das Füllwerkzeug standardmäßig auf die aktuell ausgewählte Ebene angewandt, vergewissere dich also, dass die richtige Ebene ausgewählt ist. Über die Option „Alle Ebenen“ kannst du erwirken, dass das Werkzeug auf alle Ebenen angewandt wird.

Nachdem du deine Auswahl getroffen hast, kannst du die Füllung mit einem einfachen Klick anwenden:

HubSpot-Photoshop-25-Farbfuellung

Wenn du das Füllwerkzeug auf eine leere Ebene anwendest, erhälst du eine einheitliche Farbfüllung. Wendest du das Werkzeug jedoch auf eine Ebene an, in der sich bereits Elemente befinden, wird die Füllung nur auf Bereiche der Ebene übertragen, die dieselbe bzw. eine sehr ähnliche Farbe haben, wie der Bereich, den du angeklickt hast. Dies ist im obigen Beispiel dargestellt. Über die Optionen für das Füllwerkzeug (siehe oben) kannst du außerdem einstellen, wie sich das Werkzeug verhält. So kannst du etwa die Toleranz für die Erkennung der zu füllenden Farbwerte verändern – je niedriger der Wert, desto genauer muss die Farbe der Farbe des Bereiches entsprechen, den du angeklickt hast, damit die Füllung darauf angewendet wird. Über die Option „Benachbart“ kannst du außerdem festlegen, ob die Füllung nur auf Bereiche angewendet soll, die direkt an den Bereich angrenzt, den du angeklickt hast.

Auf dieselbe Art und Weise funktioniert auch die Musterfüllung. Dazu musst du lediglich in den Optionen oben von „Vordergrund“ auf „Muster“ wechseln. Über das Dropdown-Menü kannst du dann das gewünschte Muster auswählen:

HubSpot-Photoshop-26-Musterfuellung

Bonus-Tipp: Wenn du das Auswahlwerkzeug verwendest, um einen bestimmten Bereich deines Bildes (bzw. einer Ebene) auszuwählen, wird das Füllwerkzeug nur auf den Auswahlbereich angewendet, wie im obigen Beispiel gezeigt.

Bonus-Tipp: Ähnlich wie bei Pinseln oder Schriftarten kannst du auch eigene Muster in Photoshop importieren, die dir dann als Option für das Füllwerkzeug zur Verfügung stehen.

11. Das Pipette-Werkzeug

Wozu das Werkzeug dient: Mit diesem praktischen Werkzeug kannst du alle möglichen Farben aus beliebigen Bildern in Photoshop auswählen.

Wo das Werkzeug zu finden ist: In der Menüleiste links.

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So verwendest du das Pipette-Werkzeug:

Wähle das Symbol aus der Seitenleiste. Suche dann eine Farbe aus deinem Bild aus, die du gerne aufnehmen möchtest, und klicke darauf.

Ob du die Farbe aufgenommen hast, siehst du im Farbmodul oben rechts am Bildschirm als auch unten links in der Seitenleiste. Durch einen Doppelklick auf das Farbkästchen, kannst du den erweiterten Farbwähler aufrufen. Dort kannst du die Farbe dann anpassen und zu den Farbfeldern hinzufügen, um sie wiederholt nutzen zu können.

HubSpot-Photoshop-27-Pipettenwerkzeug-in-Aktion

12. Fülloptionen

Wozu das Werkzeug dient: In den Fülloptionen findest du verschiedene Funktionen, mit denen du das Aussehen von Ebenen bzw. Ebenengruppen beeinflussen kannst. Beispielsweise kannst du den Effekt „Schein nach außen“ verwenden, um Buchstaben einen leuchtenden Look zu verpassen. Oder du kannst den „Schlagschatten“-Effekt wählen, um deine Buchstaben mit einem Schatten zu versehen. Probiere am besten alle Möglichkeiten einmal aus, um zu sehen, welche Effekte du damit erzeugen kannst.

Wo das Werkzeug zu finden ist: Wähle aus der oberen Menüleiste „Ebene“ > „Ebenenstil“ > „Fülloptionen…“ Alternativ kannst du auf eine beliebige Ebene doppelklicken, um die Optionen für die jeweilige Ebene aufzurufen.

HubSpot-Photoshop-28-Ebenenstile

So verwendest du die Fülloptionen:

Markiere die Ebene, auf die du die Fülloptionen und Effekte anwenden möchtest. Öffne dann die Fülloptionen und wähle die entsprechende aus. Es gibt eine Vielzahl an Optionen, mit denen du tolle Effekte für deine Grafiken erzielen kannst, die für den letzten Schliff sorgen. Probiere doch einfach mal ein paar Möglichkeiten auf verschiedenen Ebenen, Bildern und Texten aus. Hier ist ein kleiner Überblick:

HubSpot-Photoshop-29-Ebenenstil-Optionen

Für das Bild unten kam für die Text-Ebene die Option „Abgeflachte Kante und Relief“ zum Einsatz.

HubSpot-Photoshop-30-Bevel

Nachdem du diesen Artikel gelesen hast, bist du nun sicherlich kein Photoshop-Profi. Aber dafür war der Beitrag auch nicht gedacht. Hoffentlich hast du aber nun ein besseres Verständnis für die leistungsstarken Werkzeuge in Photoshop und wie sich diese anwenden lassen, ohne dabei graue Haare zu bekommen.

Also, ran an den Speck und viel Spaß mit Photoshop!

Luca Leon Bauer

Luca Leon ist ein Blogger. Er ist seit Jahren ein Open-Source bzw. Linux Fan, schreibt aber auch über Office 356 oder Adobe Photoshop.

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